Arbeitnehmerüberlassung erklärt – Vorteile, Kosten & Risiken für Unternehmen
Arbeitnehmerüberlassung ist heute weit mehr als eine schnelle Notlösung. Sie bietet Unternehmen Flexibilität, Planungssicherheit und Zugang zu qualifizierten Fachkräften – wenn sie richtig eingesetzt wird.
In diesem Artikel erfahren Sie verständlich, praxisnah und ohne Fachchinesisch, wie Arbeitnehmerüberlassung funktioniert, wann sie sich lohnt und worauf Sie unbedingt achten sollten.
So funktioniert Arbeitnehmerüberlassung für Unternehmen
Arbeitnehmerüberlassung bedeutet, dass Sie als Unternehmen kurzfristig oder planbar qualifizierte Mitarbeiter einsetzen, die bei einem Personaldienstleister fest angestellt sind. Sie nutzen also Arbeitskraft, ohne selbst Arbeitgeber zu sein. Rechtlich liegt Arbeitnehmerüberlassung immer dann vor, wenn ein Mitarbeiter seine Arbeitsleistung unter Ihrer fachlichen Weisung in Ihrem Betrieb erbringt, aber einen Arbeitsvertrag mit dem Verleiher hat.
Der formelle Arbeitgeber ist dabei der Personaldienstleister. Er zahlt Gehalt, kümmert sich um Sozialabgaben, Urlaub, Krankheit und Weiterbildung. Sie übernehmen die Rolle des sogenannten Entleihers. Das heißt: Sie steuern die Arbeit im Alltag, sorgen für Arbeitsschutz und integrieren den Mitarbeiter in Ihre Abläufe.
Welche Formen der Arbeitnehmerüberlassung gibt es?
Arten der Arbeitnehmerüberlassung unterscheiden sich vor allem nach Dauer und Zweck. In der Praxis sind vor allem diese Modelle relevant:
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kurzfristige Einsätze zur Abdeckung von Ausfällen oder Auftragsspitzen
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projektbezogene Arbeitnehmerüberlassung bei zeitlich begrenzten Aufgaben
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längerfristige Arbeitnehmerüberlassung mit möglicher Übernahme
Besonders häufig wird Arbeitnehmerüberlassung genutzt, wenn Personalbedarf schnell entsteht oder unsicher ist. Laut Bundesagentur für Arbeit waren 2023 rund 780.000 Beschäftigte in der Zeitarbeit tätig, besonders stark in Industrie, Logistik, Handwerk und Technik (Quelle: BA, 2024).
Gut zu wissen:
Arbeitnehmerüberlassung ist kein Graubereich. Sie ist klar gesetzlich geregelt.
Entscheidend ist immer: Wer ist Arbeitgeber und wer gibt die Weisungen?
Wenn Sie das sauber trennen, sind Sie rechtlich auf der sicheren Seite. Seriöse Personaldienstleister unterstützen Sie dabei aktiv.
Für wen und wann ist Arbeitnehmerüberlassung sinnvoll?
Einsatz findet Arbeitnehmerüberlassung in Unternehmen jeder Größe. Kleine Betriebe nutzen sie zur Absicherung einzelner Positionen. Mittelständische Unternehmen gleichen Schwankungen aus. Große Industrieunternehmen setzen Arbeitnehmerüberlassung strategisch ein, um flexibel zu bleiben.
Typische Branchen sind:
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Industrie und Produktion
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Gebäudetechnik, Kälte- und Klimatechnik
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Schweiß- und Anlagentechnik
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Logistik und Montage
- Pflege und Verwaltung
Gerade technisch spezialisierte Personaldienstleister wie RÜBSAM Fachkräfte können hier passgenau unterstützen, weil sie Fachkräfte kennen, qualifizieren und langfristig betreuen.